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Chronik der Theateraufführungen
Die Schule am Sonnenhof nutzt das Schwarzlichttheater vor allem,
um sozialkritische Themen effektvoll zu präsentieren.
1992 Erste Erfahrungen mit dem Schwarzlichttheater in der
Partnerschule Hiddinghausen NRW. Beide Schulen bewerben sich mit
einem gemeinsamen Schwarzlichtprojekt um den Förderpreis der
Robert Koch Stiftung und erhalten diesen in Höhe von 8.000
DM. Mit ihrem ersten Stück "Wir reisen nach irgendwo"
treten beide Schulen im Sommertheater Pusteblume in Köln auf.
Das Stück thematisiert Freundschaft und Akzeptanz.
1994 Beide Schulen führen ihr neues Stück "Der
Umweltgeist" auf. Mit diesem leisten sie einen umweltpolitischen
Beitrag und erhalten erneut den Robert Koch Förderpreis, diesmal
in Höhe von 15.000 DM.
1995 Das neue mit dem Förderpreis gekürte Stück
"Helfende Hände" beinhaltet Hilfe und Unterstützung
im Alltag und verhilft jeder Schule zu 9.100 DM.
1996 Die Schulen präsentieren das Stück "Ewig
bunter Zirkus". Zauberer, Tänzer, Clowns und Akrobaten
zeigen auf der Schwarzlichtbühne eine Welt der Magie.
1998 "Brandenburg grüßt Köln".
Die Schule am Sonnenhof interpretiert Brandenburger und Kölner
Lieder. Sie proben eine Revue und werden mit Interviews und Probeaufnahmen
im Abendjournal des ORB gesendet.
1999 Ein neues Umweltprojekt steht auf dem Spielplan: Flora
und Fauna in Harmonie mit dem Menschen werden auf die Bühne
gezaubert.
2000 Zum Theatertreffen des jungen Theaters Sonnenblume wird
ein Gespensterspuk geboten. In der Folgezeit entsteht die Illustration
des "Regenbogenfisches".
2001 Das zehnjährige Bestehen der Theaterarbeit der
Sonnenhofschule und ihrer Partnerschule wird mit einer Aufführung
szenischer Darstellungen der Höhepunkte aus vergangenen Stücken
gefeiert.
2002 Eine Olympiade wird mit pompösen Effekten auf der
Bühne entfaltet.
2003 Der Friedensappell" Kinder für eine bessere
Welt" bietet auf dem Theatertreffen des "Jungen Theaters
Sonnenblume" Denkanstöße. Im neuen Schuljahr entsteht
das o.g. Stück "Kinder aus aller Welt".
2009 Ganz großes Theater mit viel Liebe zum Detail (Potsdam,
13./14. Mai 2009)
Vierhundert Kinder und Jugendliche aller Regionen des Landes Brandenburg
zeigten beim
12. Theaterfestival der Schulen mit einem Förderschwerpunkt ihre
großartigen Spielfertigkeiten.
Fast ein Jahr hatten sie gemeinsam mit Ihren Lehrerinnen und Lehrern
Kostüme geschneidert, Kulissen gebaut, Choreographien entwickelt,
die passende Musik gewählt und Texte einstudiert. Dann war es endlich
soweit. Im Morgengrauen des 13. Mai bestiegen die Kinder und Jugendlichen
voller Ungeduld den Bus in Richtung Landeshauptstadt: "Hurra, wir
fahren nach Potsdam und zeigen was wir drauf haben."
Die Ungeduld wich der Konzentration als sich der schwere rote Vorhang
der großen Bühne im Malteser Treffpunkt Freizeit für die Theatergruppen
aus 25 Schulen öffnete und die hellwachen Augenpaare der jungen
Künstler in Richtung Publikum blickten. An zwei Tagen führten die
Schülerinnen und Schüler Theaterstücke auf, deren Einfallsreichtum
die Zuschauer in Erstaunen versetzte. Es wurde getrommelt, gesungen,
getanzt, jongliert, gerappt und alles mit einer Freude und Wahrhaftigkeit,
die Seltenheitswert besitzt. Die Besucher sahen Atemberaubendes,
Wunderschönes, Gesellschaftskritisches und Kurioses, arrangiert
mit viel Witz und Liebe zum Detail. Wie in den vergangenen Jahren,
stand das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund des Theaterfestes.
Getreu dem Motto "Jeder nach seinen Fähigkeiten und alle gemeinsam",
übernahmen die Stärkeren ganz selbstverständlich für die Schwächeren
Verantwortung, ohne selbst die Heiterkeit zu verlieren. Jedes Ensemble
erntete am Ende tosenden Applaus, wie ihn sonst nur Superstars entgegennehmen.
In den Pausen sorgten der tollpatschige Clown "Locci" (Wolfgang
Lasch), die burschikos-rotzige Clownin "Fröken-Frädel" (Maria Lasch)
und der Musiker Henryk Körbs alias "Brettschemel" mit viel Musik
und feinsinnigen Sketschen für Unterhaltung der besonderen Art.
Die Moderatorin Kerstin Priemer führte die Gäste mit einer Leichtigkeit
durch das zweitägige Programm, die nur erahnen lässt, wie viel Spaß
auch die Erwachsenen hatten. Für die Organisation des Festivals
und das kulinarische Wohl der Gäste sorgten Schüler und Lehrer der
"Schule am Nuthetal" unter der Gesamtleitung von Angelika Seifert.
Die angehenden Betreuer für Heilerziehungspflege des Oberstufenzentrums
"Johanna Just" übernahmen die aufwendige Pausengestaltung, so dass
auch in der spielfreien Zeit der Spaß nicht zu kurz kam. Übernachtungsmöglichkeiten
mit Campingambiente organisierte die Potsdamer Comenius-Schule für
die vielen Festteilnehmer.
Dr. Tino Erstling
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